Erhöhte Förderquoten für Digitalisierungsgutscheine

Es ist eine gute Zeit für Digitalisierungsvorhaben in KMU, denn bis zum Jahresende wurden die Förderquoten für die Digitalisierungsgutscheine des Programms „Mittelstand Innovativ & Digital“ (MID) des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE) angehoben. Das Programm zielt auf die Stärkung der Innovationskraft kleiner und mittlerer Unternehmen aller Branchen in NRW ab, indem die digitale Weiterentwicklung von Produkten, Dienstleistungen und Produktionsverfahren gefördert wird. So sollen KMU dabei unterstützt werden, die Trends ihrer Branche aufzugreifen und diese mithilfe spezifischer Projekte passgenau auf das eigene Unternehmen zu übertragen.

Das Programm besteht zum einen aus den MID-Gutscheinen, mit denen speziell auf den Betrieb zugeschnittene externe Beratungs-, Entwicklungs- und Umsetzungsdienstleistungen bezuschusst werden und zum anderen aus der Assistentenförderung.

Den MID-Gutschein gibt es in drei Varianten, die auf verschiedenen Handlungsfeldern eingesetzt werden können. Allen Gutscheinen gemeinsam ist die Fokussierung auf die Neu- und Weiterentwicklung beziehungsweise Digitalisierung eigener Produkte, Dienstleistungen und Produktionsverfahren. Mit den Gutscheinvarianten MID-Analyse, MID-Innovation und MID-Digitalisierung werden KMU beim Technologietransfer, bei externen Analysen und Entwicklungsarbeiten durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie bei der Beratung zur Umsetzung von Digitalisierungsprojekten finanziell gefördert. Bis zum 31.12.2020 wurden die Förderquoten aktuell für Klein- und Kleinstunternehmen auf 80% und für mittlere Unternehmen auf 60% angehoben. Die absolute Förderhöhe variiert ja nach Gutschein zwischen 15.000 und 40.000 €.

Die Assistentenförderung adressiert sich demgegenüber ausschließlich an kleine Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten und fördert die Einstellung von Hochschulabsolventinnen und –absolventen über einen Zeitraum von zwei Jahren mit bis zu 22.500,00 € pro Jahr. Hiermit sollen kleine und mittlere Unternehmen darin unterstützt werden, innovative und intelligente Produkte und Dienstleistungen sowie zukunftsweisende Produktionsverfahren in den Unternehmen voranzutreiben.

(Quelle und weitere Informationen: www.mittelstand-innovativ-digital.nrw).

Michael Hagemann
PROJEKTFACTORY
Berufliche Bildung

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Investitionszuschussprogramm „Digital jetzt – Investitionsförderung für KMU“

Das neue Förderprogramm des BMWi „Digital jetzt – Investitionsförderung für KMU“ unterstützt KMU finanziell durch Zuschüsse bei Investitionen in digitale Technologien sowie Investitionen in die Qualifizierung ihrer Mitarbeitenden zu Digitalthemen. Das Modul 1 „Investition in digitale Technologien“ unterstützt Investitionen in Soft- und Hardware. Das Modul 2 „Investition in die Qualifizierung der Mitarbeitenden“ vermittelt das notwendige Know-how. Für Investitionen in die IT-Sicherheit innerhalb beider Module sieht das Investitionszuschussprogramm eine erhöhte Förderquote vor. Voraussetzung für die Förderung in einem oder beiden Modulen ist die Vorlage eines Digitalisierungsplans.

Ziel des Programms ist die Stärkung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der geförderten Unternehmen durch die Digitalisierung der Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks sowie der freien Berufe, die zum Zeitpunkt der Antragstellung zwischen 3 und 499 Mitarbeitende beschäftigen. Die Zuwendung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteilsfinanzierung quotiert nach Unternehmensgröße von bis zu 50% gewährt.

Die Förderung erfolgt als De-minimis-Beihilfe von bis zu 200.000 €. Anträge sollten so schnell wie möglich gestellt werden, denn ab dem 01. Juli 2021 reduzieren sich die Förderquoten (Quelle: BMWi, Richtlinie zum Förderprogramm vom 19. Mai 2020).

WKHANDINHAND Fördermittelexperte Michael Hagemann hilft bei der Konzeptentwicklung und unterstützt bei der Antragstellung und gibt noch einen guten Tipp: für den Eigenanteil der geplanten Digitalisierungsinvestition den ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit der KfW nutzen.
18.07.2020/ha

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Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken

Neues Förderprogramm zur Digitalisierung des stationären Einzelhandels

Die Corona-Krise hat das Kauf- und Konsumverhalten der Verbraucher verändert und die Digitalisierung der Wirtschaft beschleunigt. Für Unternehmen des Einzelhandels mit ausschließlich stationärem Absatz
entsteht hierdurch die Gefahr den Anschluss an den Wettbewerb zu verlieren. „Wer jetzt nicht digital aufgestellt ist, wird es künftig schwer haben, sich auf dem Markt zu behaupten,“ betont Wirtschaftsminister
NRW Prof. Dr. Andreas Pinkwart.

Mit dem Sonderprogramm 2020 „Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken“ sollen kleine Unternehmen des stationären Einzelhandels unterstützt werden ihre Geschäfts- und Vertriebsprozesse zu digitalisieren. „Ein Förderprogramm, das auf die aktuelle Problemlage passt mit kurzen Antragswegen und umfassender Förderung“, bewertet Fördermittelexperte Michael Hagemann das neue Programm aus dem Hause des Wirtschaftsministeriums NRW. Aber man muss schnell sein, denn die Antragsfrist endet schon am 31.08.2020, daher jetzt die Fördermittel zur Digitalisierung des eigenen Geschäfts sichern.

Das Programm richtet sich an Kleinunternehmen des stationären Einzelhandels (max. 49 Beschäftigte, Umsatz max. 10 Mio. oder Bilanzsumme max. 10 Mio. €) die ihre Wettbewerbsfähigkeit durch den Auf- oder Ausbau digitaler Geschäftsprozesse steigern wollen. Dies kann beispielweise der Aufbau von Online-Präsenzen, der Einstieg in den Online-Handel, kontaktloses Bezahlen, digital unterstützte Lieferprozesse oder die Anbindung an lokale Plattformen sein. Einen ersten Ansatz hat der Zusammenschluss wkhandinhand gemeinsam mit dem Digitalexperten Marco Frommenkord in Form des Wermelskirchener Online-Schaufensters entwickelt. Erreichbar ist diese Plattform unter www.wkhandinhand.de

Gefördert werden Beratung, IT-Dienstleistungen und Schulungen, sowie die Anschaffung notwendiger Hard- und Software bis zu einem Zuschuss von maximal 12.000, € mit einem attraktiven Fördersatz von 90%. Die Anträge müssen bis zum 31.08.2020 gestellt sein und die Projekte müssen bis zum Jahresende abgeschlossen werden.

Fördermittelexperte Michael Hagemann hilft bei der Konzeptentwicklung und Antragstellung und gibt noch einen guten Tipp: das neue Programm mit den Digitalisierungsgutscheinen aus dem NRW-Programm
„Mittelstand Innovativ & Digital“ kombinieren. 06.07.2020/ha.

Kontakt: hagemann@projectfactorybb.com

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Hückeswagen blüht auf

Im vergangenen Jahr wurden durch das Stadtmarketing Hückeswagen 6 Pflanzpyramiden für die Verschönerung der Innenstadt angeschafft. Im Winter wurden die Pyramiden mit vielen freiwilligen Helfern weihnachtlich gestaltet. Vor kurzem wurden die Pyramiden nun für den Sommer neu bepflanzt. Damit dies umgesetzt werden konnte, haben sich Sponsoren für jeweils eine Pyramide gefunden. Pro Pyramide wurden rund 200 Petunien eingepflanzt.
Die Geschäftsführerinnen des Stadtmarketings Monika Zöller und Andrea Poranzke bedanken sich dafür bei folgenden Sponsoren:
Firma Stilmix
Goldschmiede Rehn
Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen
Volksbank Oberberg und
Vöpels Greenhouse

Die Kosten für eine Pyramidenbepflanzung wurde durch das Stadtmarketing übernommen.

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Corona-Überbrückungshilfen für KMU in der Krise nutzen

Das neue KMU-Hilfsprogramm schließt sich an die Corona-Soforthilfen an und wird für die Monate Juni bis August 2020 gewährt. Es zielt auf die Sicherung der Existenz von kleinen und mittleren Unternehmen ab, die durch Corona deutliche Umsatzausfälle zu verkraften haben. Hierfür hat die Bundesregierung 25 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.

Unternehmen aller Branchen, die im April und Mai 2020 einen durch die Corona-Krise ausgelösten Umsatzrückgang von mindestens 60%  im Vergleich zu den Vorjahresmonaten April und Mai 2019 zu verzeichnen haben und deren Umsatzrückgänge in den Monaten Juni bis August 2020 um mindestens 50% fortdauern, sollen einen nicht rückzahlbaren Betriebskostenzuschuss von bis zu 50.000 Euro pro Monat, somit insgesamt bis zu 150.000 € für die Programmlaufzeit erhalten. Bei Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten soll der Zuschuss allerdings 9.000 Euro, und bei kleinen Unternehmen bis zu 10 Beschäftigten 15.000 Euro nur in begründeten Einzelfällen übersteigen.

Bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50% werden bis zu 50% der fixen Betriebskosten erstattet und bei einem Umsatzrückgang von über 70% können bis zu 80% der fixen Betriebskosten erstattet werden. Anders als bei den Corona-Soforthilfen sind die Umsatzrückgänge und die Betriebsfixkosten allerdings durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer zu prüfen und zu bestätigen.

Die Antragsfristen enden am 31.08.2020. Wie bei den Soforthilfen auch, soll das Programm über die Länder abgewickelt werden.

Weitere Hilfen für die Wirtschaft

Weitere Hilfen für die Wirtschaft sind u. a. die Erweiterung des steuerlichen Verlustrücktrags und eine Ausweitung der degressiven Abschreibung. Zur Anregung des Binnenkonsums erfolgt die Absenkung des Mehrwertsteuersatzes von 19 auf 16 bzw. von 7 auf 5 Prozent vom 1. Juli bis zum Ende des Jahres 2020.

Stärkung der betrieblichen Ausbildung: Prämie für Ausbildungsplätze

KMU, die auf dem gleichen Niveau ausbilden wie in den drei Vorjahren, erhalten für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2000 Euro, die nach Ende der Probezeit ausgezahlt wird. Für zusätzliche Ausbildungsverträge gibt es sogar eine Prämie von 3000 Euro. Darüber hinaus soll es eine Übernahmeprämie geben, für Betriebe, die Auszubildende aus insolventen Unternehmen übernehmen.

Michael Hagemann, Autor des Beitrages, ist Experte für Personal– und Organsiationsentwicklung,
Projekt- und Bildungsmanagement. Mit seiner Expertise berät er KMU und Bildungseinrichtungen.
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